Warum ein professionelles Shooting bezahlen?

Die Antwort darauf möchte ich gerne vorwegnehmen. Ich verkaufe dir kein Fotoshooting. Ich verkaufe dir auch keine Bilder mit deinem Vierbeiner darauf. Was ich dir verkaufe, das sind Erinnerungen. Bleibende Erinnerungen die dir keiner mehr nehmen kann (außer wenn deine Festplatte kaputt geht, aber auch für diesen Fall habe ich eure Bilder noch für mehrere Jahre gespeichert ;-) ).

 

Aber die Erinnerungen kann ich doch auch selber mit meinem Handy schießen?

Ja, das ist natürlich erstmal richtig. Die heutigen Smartphones machen auch schon echt tolle Bilder. Nehmen wir mal das brandneue „Huawei P20 Pro“. Das Teil hat doch sage und schreibe drei Kameras verbaut! Ja, richtig gehört. Drei Kameras! Total verrückt, die Technik von heute! Und ich alter Depp laufe immer noch mit meiner schweren Spiegelreflexkamera und den noch viel schwereren dazugehörigen Objektiven durch die Gegend! Ja bin ich denn total bescheuert??

Die Sache ist aber folgende. Das P20 Pro kann auch mit seinen drei integrierten Kameras und seiner KI (künstliche Intelligenz), seiner „Light-Fusion-Technologie“, seinem „Hybrid Zoom“ und seiner „Low-Light Perfomance“ niemals meine Erfahrung mit der Kamera wett machen. Niemals mit dem Herzblut und dem Enthusiasmus, den ich in jedes einzelne Bild investiere konkurrieren. Ein digitaler Zoom eines Smartphones kann auch niemals mit dem optischen Zoom eines „echten“ Objektives mithalten. Soviel nur kurz zum technischen Teil.

 

Aber kommen wir zurück zu den Erinnerungen und den Handys. Jeder von uns hat doch beim Spaziergang mit seinem Vierbeiner schon mal sein Handy gezückt und ein schönes Foto geschossen. So bin ich ja immerhin selbst zur Hundefotografie gekommen. Und jetzt mal Hand hoch von allen, die sich ein etwas älteres Bild anschauen und sofort wissen, welcher Tag das war. Oder welcher Ort. Oder wie der Vierbeiner an dem Tag so drauf war oder wie du und dein Hund euch beim Foto knipsen gefühlt habt. Na, wie viele haben die Hand jetzt oben?

 

Ein Shooting mit mir wird jedoch ein Erlebnis für euch und eure Lieblinge sein. Ihr blickt hinter die Kulissen, ihr seht wie ein Foto und damit eine bleibende Erinnerung entsteht. Und ich wette mit euch, nach ein paar Jahren wisst ihr vielleicht nicht mehr das genaue Datum unseres Shootings, aber ihr erinnert euch ganz genau an den Tag, an den Ort, daran wie euer Hund drauf war und wie ihr euch gefühlt habt.

 

Aber 60,- € für 5 Bilder, ist das nicht ein bisschen viel?

Naja, für viele ist so eine Summe sicherlich nicht „mal eben so“ machbar. Dessen bin ich mir durchaus bewusst.

 

Aber schauen wir uns mal meine Seite der Medaille an: Keines meiner Shootings dauert weniger als 60 Minuten. Die Regel wird wohl eher so bei 90 bis 120 Minuten liegen. Mit der Stoppuhr laufe ich auf jeden Fall nicht rum :-)

Bleiben wir der Einfachheit halber bei 60 Minuten fürs Shooting. Dazu kommen für mich Fahrtkosten und Fahrtzeiten, diese sind in den Shootingpaketen ab Größe M für euch übrigens bereits inklusive. Den Verschleiß an meinem Auto lasse ich jetzt mal außen vor ;-) Zu Hause angekommen sortiere ich eure Bilder und mache eine kleine Grundbearbeitung. Nichts Aufwendiges, aber dennoch für jedes Bild individuell. Nachdem ich eure Bilder in die Online Galerie hochgeladen habe, sucht ihr eure gebuchte Anzahl an Bildern aus.

Danach beginne ich mit der „richtigen“ Bearbeitung. Selbstverständlich auch wieder für jedes Bild individuell. Filter, Presets oder ähnliches benutze ich nicht.

Natürlich kann das je nach Art des Bildes und Aufwand mal „nur“ 10 - 15 Minuten dauern. In der Regel sind es aber eher so 30 - 60 Minuten pro Bild. Hier mal etwas Dreck im Fell wegretuschieren, da mal ein bisschen die Farbe des Hintergrunds abändern und an die Fellfarbe deines Lieblings anpassen, da kommt schon einiges an Minuten zusammen. Meinetwegen nehmen wir als Schnitt 30 Minuten pro Bild. Da sind wir dann bei 2 ½ Stunden für 5 Bilder. Die eine Stunde fürs Shooting mit dabei gerechnet und wir sind bei 3 ½ Stunden reiner Arbeitszeit für ein Shooting Paket der Größe M und der eben erwähnten 60,- €.

 

Das ganze Equipment ist mir natürlich auch nicht einfach in den Schoß gefallen. Mit einer neuen Kamera ist es ja nicht getan. Dazu kommen verschiedene Objektive, Speicherkarten oder Ersatzakkus. Für eine wirklich farbgetreue Bildbearbeitung genügt auch kein „normaler“ Monitor wie man ihn früher zum Zocken oder DVD gucken genutzt hat. Ein großes Farbspektrum sollte er haben und möglichst WQHD-Auflösung. Der flotte PC kommt dann natürlich noch dazu. Wer möchte schon eine halbe Stunde warten bis alle Bilder von der Kamera auf den PC übertragen sind. Oder sich jedes mal einen Kaffee kochen können, wenn der Schärfungsfilter mal wieder "ein wenig länger" braucht. Wer sich für mein Equipment interessiert, kann mir gerne einen Kommentar hinterlassen. Dann würde ich eine Liste meiner kompletten Ausrüstung posten.

 

Wie ihr seht, ist es bei einem Shooting nicht einfach damit getan, ein paar Bilder zu knipsen, sondern es steckt eine Menge mehr dahinter.

 

Mit den Details möchte ich euch aber nicht langweilen, deswegen mache ich mich lieber wieder an die Arbeit und tue das, was ich am besten kann. Nämlich euch und eure Lieben mit bleibenden Erinnerungen zu beschenken.

 

Euer Timo