6 Tipps, wie du bessere Fotos von deinem Hund machst

Jetzt aber mal ehrlich. Jeder von uns hat doch hunderte von Bildern von seinem Hund auf dem Smartphone. Und natürlich ist auch für jeden der eigene Hund der hübscheste, tollste, wahnsinnigste und was weiß ich noch.

Ich habe so viele Bilder von meiner Nelli auf dem Handy und dem Rechner, ich kann sie schon nicht mehr zählen. Nelli beim schlafen, Nelli beim spielen, Nelli beim Gassi gehen, Nelli auf der Couch, Nelli in einer komischen Position, Nelli beim fressen usw.. Die Liste könnte ich noch endlos fortführen.

 

Irgendwann war ich aber an dem Punkt, da wollte ich mehr. Nicht nur Nelli beim spielen, sondern Nelli in voller Action. Ihren Gesichtsausdruck beim zergeln, ihr Funkeln in den Augen wenn es ein Leckerchen zur Belohnung gab. Das mit den tollen, ausdrucksstarken Fotos, das ging nicht von heute auf morgen. Ich habe hunderte Versuche dafür gebraucht um meine Bilder hinzubekommen wie sie jetzt sind. Irgendwann reichte auch das Smartphone nicht mehr dafür. Zuerst übte ich mit einer Bridge Kamera und nach relativ kurzer Zeit bin ich dann zur Spiegelreflex gewechselt. Verschiedene Objektive mussten her. Neuere, schnellere, bessere.

 

Wenn ihr auch an dem Punkt angekommen seid, wo euch eure Handybilder nicht mehr genügen, ihr ein gewisses Equipment zusammen habt, dann gebe ich euch in diesem Beitrag ein paar Tipps an die Hand, wie ihr tolle, ausdrucksstarke Bilder von euren Lieblingen machen könnt - egal mit welcher Kamera.

 

Tipp Nr. 1:

Raus aus der Komfortzone!

Seid auf Augenhöhe mit eurem Model! Klar, das ganze ist natürlich bei einem Chihuahua etwas anstrengender als bei einer Dogge, aber es lohnt sich. Die Perspektive ist entscheidend für richtig gute Aufnahmen. Wer sich nicht in den Dreck legen mag, der nimmt einfach eine Isomatte. Die gibts mittlerweile schon für ein paar €uro bei diversen Händlern. Oder noch günstiger: Einfach einen blauen Müllsack unterlegen. Ist zwar nicht bequem, hält euch und eure Klamotten aber sauber.

 

Tipp Nr. 2:

Bereitet euch vor!

Überlegt bereits früh, wo ihr euren Hund fotografieren möchtet. Ist an dem Ort viel los oder seid ihr ungestört? Ist der Ort eher günstig oder ungünstig gelegen was die Lichtverhältnisse angeht? Müsst ihr erst Kilometerweit laufen um zur Location zu gelangen oder könnt ihr bequem mit dem Auto vorfahren? Ein Hund der bereits zig Kilometer hinter sich hat wird nicht mehr so konzentriert sein können als einer, mit dem man gerade erst frisch loslegt.

 

Tipp Nr. 3:

Schaut auf die Uhrzeit!

Beim Tipp Nr. 2 schon kurz erwähnt. Das Licht! Je nach Uhrzeit ändern sich die Lichtverhältnisse. Grelles Licht, wie in der Mittagszeit, sollte vermieden werden. Die Bilder sind schnell überbelichtet. Die Konturen im Gesicht eures Models wirken hart und das Fell reflektiert die darauf scheinende Sonne. Zumindest in der Sommerzeit solltet ihr das fotografieren in der Zeit von 12.00 bis 15.00 / 16.00 Uhr eher sein lassen. Es heißt ja nicht umsonst so schön: In der Zeit von 12 bis 3, da hat der Fotograf frei :-)

 

Tipp Nr. 4:

Die Sonne im Rücken!

Nicht nur die Uhrzeit ist für die Belichtung eurer Bilder entscheidend. Auch der Stand der Sonne ist es. Habt ihr die Sonne in eurem Rücken, ist euch das Funkeln in den Augen eures Hundemodels sicher. Die Sonne sollte jedoch nicht zu hoch am Himmel stehen.

 

Tipp Nr. 5:

Der Hintergrund!

Auch bei aller Schönheit eures Models, dürft ihr den Hintergrund eures Bildes nicht aus den Augen verlieren. Ein Zaun, eine Mülltonne, ein Telefonmast oder auch spazieren gehende Passanten können so manches schönes Bild leider zunichte machen.

 

Tipp Nr. 6:

Der goldene Schnitt!

Der goldene was?? Der goldene Schnitt! Oder auch, die Drittel-Regel. Es geht hier um die Bildkomposition. Ihr unterteilt das Bild sowohl waagerecht als auch senkrecht mit jeweils zwei Linien, so dass daraus neun gleich große Kästchen entstehen (bei vielen Kameras lassen sich diese Hilfslinien anzeigen). Das menschliche Auge empfindet diese Art des Bildaufbaus als besonders harmonisch, da es in der Natur auf natürlichem Wege in zig Variationen vorkommt.

 

So und nun raus mit euch und euren Vierbeinern und viel Spaß bei der Umsetzung meiner Tipps :-) Ich freue mich jetzt schon riesig auf euer Feedback auf meiner Facebook Seite.

 

Euer Timo