Mein Hund zappelt...

... und hält nicht still, ist da ein Shooting überhaupt möglich? Diese Frage habe ich nun schon öfter gestellt bekommen und möchte dies zum Anlass nehmen, euch einmal darüber aufzuklären.

Das schöne erstmal vorweg.. Ja, es ist möglich :-) Denn für ein tolles, ausdruckstarkes Bild benötige ich nur einen Sekundenbruchteil. Und selbst wenn es nur aus Glück geschehen sollte, einen Sekundenbruchteil bekommen wir doch innerhalb eines Shootings ganz sicher hin :-)

Auch mit unableinbaren, jagdlich motivierten Hunden kann man tolle Bilder machen. Natürlich spielt hier die Shooting Planung bereits schon vorab eine Rolle. Ein Shooting in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden mitten im Wald (oder Feld) sollten eher vermieden werden, denn dort ist das heimische Wild besonders aktiv. Ebenso müssten Geschirr und Schleppleine am Hund verbleiben.
Viele meiner Fotografenkollegen/innen sehen sowas als No Go an. "Ein Hund mit Geschirr und Leine auf einem Foto, das geht ja überhaupt nicht!" "Das macht die Bildstimmung kaputt!". Bei mir gilt immer und bei jedem Shooting: Safety First! Das Wohl des Hundes steht im Vordergrund. Dein Liebling trägt tagtäglich Geschirr auf euren Spaziergängen? Warum sollte er das nicht auf euren Bildern tun? Mittlerweile gibt es so hübsche Halsbänder und Geschirre... So etwas macht doch die Bildstimmung nicht kaputt. Und eine dünne Leine oder ein schmales Halsband bekommt man zur Not wegretuschiert.

 

Auch mit ängstlichen Hunden kann man shooten. Meine jahrelange Erfahrung im Umgang mit Hunden hilft mir hier weiter. Ein ängstlicher Hund bekommt genügend Zeit von mir, sich an die neue Situation zu gewöhnen. In einem anderen Blogbeiträg erwähnte ich es schonmal, ich laufe bei keinem meiner Shootings mit der Stoppuhr in der Tasche rum :-) Auch wenn erstmal eine halbe Stunde gar nichts passiert, werdet ihr am Ende glücklich über eure Erlebnisse und eure neuen Bilder sein. Dasselbe gilt natürlich auch für Hunde, die keine Freunde von fremden Menschen sind. Jeder Hund bekommt die Zeit von mir, die er braucht.

 

Für besonders harte Fälle habe ich immer ein paar Leckerchen in der Tasche. Sie werden von mir nicht aus der Hand gefüttert, denn das könnte sie meist direkt überfordern. So werden sie auf schonende Art und Weise mit mir warm. Auch das abschnüffeln des komischen, Geräusche machenden schwarzen Dings (aka die Kamera) macht mir überhaupt nichts aus.

 

Ihr seht, egal ob zappelig, ängstlich, unsicher, stürmisch, tappsig oder träge. Wir bekommen gemeinsam ganz sicher tolle, authentische Bilder von euren Lieblingen hin.