Meine Ausrüstung 2019

Wie das nun mal so im Fotografenleben ist, hat sich auch mein Equipment im Laufe der Zeit an meine wachsenden Ansprüche angepasst. Heute (Stand 06/2019) fotografiere ich nicht mehr mit einer Einsteigerkamera (meine geliebte Canon 750d, ich werde sie immer in guter Erinnerung behalten), sondern bin in den sogenannten Profibereich gewechselt. Was heißt das aber genau? Brauche ich jetzt nichts mehr selber machen, sondern lasse alles meine Kamera erledigen, weil die ist ja für Profis und so? Nein, ich nutze weiterhin keine Automatiken (außer dort, wo sie Sinn ergeben) und belichte meine Bilder weiterhin manuell.
Heute fotografiere ich nun mittlerweile im Vollformat mit einer Canon Eos 5d Mark IV. Wieso ich nicht mehr mit der 750d mit APSC Sensor fotografiere? Dazu komme ich später. Eins vorweg, es folgt keine Lobhudelei auf Vollformatkameras oder ein schimpfen auf APSC Sensoren. Ganz im Gegenteil. Ich bleibe weiter bei meiner Meinung, dass bei gutem Licht heutzutage jede APSC Kamera gute Bilder schießt und das es vielmehr auf das Motiv vor und die Person hinter der Kamera ankommt. Wenn ihr also mit einer 1300d, 2000d, 200d oder welcher Kamera auch immer einsteigt, macht euch keinen Kopf. Jedes dieser Modelle tut seinen Zweck. Es schießt gute Bilder. Warum aber also hunderte oder gar tausende von Euros ausgeben und mit Vollformat Kameras fotografieren? Kurz und knapp: Man erkauft sich Spielraum. Eine Vollformat Kamera verzeiht ungünstige Lichtverhältnisse eher als eine APSC Kamera. Eine Vollformat Kamera gibt dir mehr Werkzeuge an die Hand deine Bilder zu gestalten. Thats it. Mich hat zum Beispiel immer die Dynamik meiner 750d genervt. Kaum war es mal ein bisschen dunkler und schattiger draußen, rauschte die Kamera schon bei Iso 800 mächtig vor sich hin. Das tun die Vollformat Kameras natürlich irgendwann auch, aber sind da deutlich deutlich flexibler.
Trotzdem überlege ich im Moment, mir als Zweitkamera wieder eine APSC Kamera zuzulegen. Die Fuji XT-3 lächelt mich einfach immer wieder viel zu häufig an :-D


Der Body:
Canon Eos 5d Mark IV. Die "beste" momentan von Canon erhältliche Spiegelreflexkamera. Ein Arbeitstier. Mehr muss man zu ihr eigentlich nicht sagen. Bei ihr bin ich mir tausend prozentig sicher, dass sie auch noch in 10 Jahren ihren Dienst hervorragend verrichten wird. Das sie mich auch bei Regen oder Schnee nicht im Stich lässt. Das sie mir stehts eine treue Begleiterin in meinem Fotografenleben sein wird.

 

Die Objektive:

Die Flexiblen: Auch hier habe ich gewechselt. Von einem Tamron 70-200 f2.8 Di VC USD Telezoom zum Canon L 70-200 f2.8 IS II. Warum der Wechsel? Weil ich auch bei meinen Objektiven das letzte bisschen an Qualität herauskitzeln möchte. Das bin ich meinen Kunden und auch meinen eigenen Ansprüchen schuldig. Mit dem Tamron zu arbeiten hat immer Spaß gemacht. Das Tamron war immer zuverlässig. Und auch heute sage ich nach wie vor zu meinen Workshopteilnehmern: Wenn ihr das beste Preis-/Leistungsverhältnis haben wollt, greift beruhigt zum Tamron (G2) oder zum zuletzt erschienenen Sigma 70-200 f2.8 Sport. Damit macht ihr nichts verkehrt. Ganz im Gegenteil. Ihr erwerbt eine hervorragende Qualität und spart mächtig Geld.

Warum ich zum Canon IS II und nicht zum IS III gegriffen habe? Ganz einfach. Identisches Objektiv, lediglich eine andere, Lichtreflex unanfälligere Beschichtung der Linsen. Dafür 500,- € (zu dem Zeitpunkt) teurer. Muss ich nicht haben.

Für meine Studiofotografie ist dann noch zusätlich das Zoomobjektiv Canon L 16-35mm f4 eingezogen. Da man im Studio bei der Hundefotografie eh überwiegend mit einer geschlosseneren Blende fotografiert, war mir die Lichtstärke nicht so wichtig. Somit habe ich zum günstigeren f4 und nicht zum f2.8 II zugegriffen. Zumal dem f4 in den Randbereichen sogar mehr schärfe nachgewiesen wurde als dem 2.8 II. Dafür ist das f2.8 II schärfer in der Mitte. Aber ich möchte schärfe bis zum Rand. Das f2.8 III topt wohl beide, lag und liegt aber nach wie vor nicht in meinem Budget :-)

Die "beweg deinen Hintern": Oder auch: Meine Festbrennweiten :-) Zum Sigma Art 50mm f1.4 ist noch das Sigma Art 35mm f1.4 hinzukommen. Ich schwöre bei den Festbrennweiten auf Sigma und überlege tatsächlich, meinen Objektivpark noch um das 135mm Art und das 85mm Art zu erweitern. Schon bei Offenblende sind die Obi's Rasiermesserscharf und über die Lichtstärke brauchen wir nicht zu reden. Zudem sind sie einen deutlichen Batzen günstiger zu bekommen als die hochwertigen Objektive der anderen Hersteller (Canon, Nikon, Sony, etc.). Hier stimmt einfach das Preis-/Leistungsverhältnis.

Zubehör:

Beim Zubehör hat sich nicht so viel getan. Nach wie vor ziehe ich mit meinem Manfrotto Pro Rucksack durch die Gegend, was mir mein Rücken sehr dankt.

Für meine Studiofotografie nutze ich drei Yongnuo Aufsteckblitze. Einmal den Yongnuo 568 EX III und zweimal den Yongnuo YN 560 IV. Zu Yongnuo muss ich eigentlich nicht viel sagen. Wer hier billigen China-Import-Schei** erwartet, liegt falsch. Sie tun genau dasselbe wie die teuren Canon, Nikon, etc Blitze, kosten aber nur einen Bruchteil. Beispiel gefällig? Den Yongnuo 568 EX III (integrierter Funkempfänger, regelbar bis 1/128, unterstützt hss sowie TTL) gibts bei Amazon für 92,99 €. Ein vergleichbarer Canon Blitz kostet zwischen 400,- € und 500,- €. Im Stich gelassen haben sie mich bis jetzt nie, runtergefallen sind sie auch schon. Und blitzen trotzdem immer noch fröhlich vor sich hin.

 

Update 17.07.2019: Seit ein paar Tagen ist mein erster Studioblitz, der Jinbei HD610, eingezogen. Leider hatte ich noch nicht so viel Zeit ihn ausgiebig zu testen, aber die erste kleinere Studiosession hat er hinter sich. Whoa macht das Ding Spaß. Wegen des kurzen Tests möchte ich noch kein Fazit ziehen, aber bis jetzt wüsste ich nichts, was mich am HD610 enttäuschen sollte. Ein ausgiebiger Test wird aber noch hier im Blog folgen.